Tag 15: aus Wind wird Regen

Heute geht es weiter Richtung Norden, wir wollen etwas Strecke machen.

Nach dem Frühstück machen wir Mitty abfahrbereit, es warten ca. 2,5 Stunden Autofahrt plus Tankstopp. Seit einer Woche versuchen wir jetzt schon, dieses blöde AdBlue für unser Auto zu finden, damit nicht bald alle 7 Kilometer (ich übertreibe nicht!) die Pieps-begleitete Meldung kommt. Wir finden endlich eine Tankstelle mit einer AdBlue-Säule, freuen uns schon kurz – da sehen wir das Service Fahrzeug samt Technikern davor stehen. Oh Mann. Die Vermutung liegt aber nahe, dass diese beiden Herren zumindest wissen, wo wir stattdessen schauen können. Und Tatsache – sie schicken uns in den nächsten Ort und siehe da, wir werden endlich fündig. An der Tankstelle ankommend endet auch gerade Herrn W.’s Telko, die an der ersten Tankstelle gestartet hatte. Gegen Ende des Telefonats melden sich auch die kleinen Füße mit Gebrabbel, was beim Kunden an der anderen Leitung zu Erheiterung beiträgt. So sieht Vereinbarkeit von Job und Familie aus 😀

Als wir den Campingplatz in Lønstrup gegen 15 Uhr erreichen, erwartet uns ein Wolkenbruch vom Allerfeinsten. Der herzliche Besitzer an der Rezeption schaut ganz entschuldigend und sagt, bis morgen Mittag soll es wohl noch regnen. Wir buchen erstmal für eine Nacht und bestellen wie immer Semmeln (muss mich beim Bestellen immer auf „Brötchen“ korrigieren, sonst versteht mich keiner. Passiert mir nach zwei Wochen außerhalb von Bayern immer noch jedes Mal) und Spandauer, fiese Gebäcke aus Blätterteig mit Vanillecreme in der Mitte – ein bisschen wie Plunder aber viel besser weil fluffiger. Wenn ich nach den zwei Wochen Dänemark zugenommen haben sollte (naiv, dass ich das im Konjunktiv schreibe), dann sind diese kleinen Scheißerchen schuld. Moment mal… wir haben ja gar keine Waage an Bord. Ok, Problem gelöst.

Wir platzieren uns strategisch klug nahe bei den Toiletten – bei dem Regen ratsam.

Die Regenpause nutzen wir zum Bespaßen der kleinen Füße, die anschließend ein Nickerchen halten – was und wiederum Zeit zum Tagebuch schreiben gibt.

Der Regen lässt nach, ein Blick auf die Karte verrät, dass fußläufig Supermarkt und Restaurants erreichbar sind – das nutzen wir für einen Spaziergang aus. Der Ort bietet wirklich nette Einkehrmöglichkeiten, viele sind aber geschlossen. Vorsaison eben. Die Pizzeria hat aber auf und ist fast leer – verlockend für uns, weil das mit Baby natürlich am angenehmsten ist. Die Pizza ist ganz okay, das erste Carpaccio seit 12 Monaten (Schwangerschaftsabstinenz) schmeckt mir aber ausgezeichnet. Kann natürlich an der verblassten Erinnerung liegen. Egal 🙂

Die kleinen Füße entscheiden, dass es jetzt Zeit ist fürs Bett – natürlich genau, als der Regen nochmal so richtig zum Grande Finale alles gibt. Wir kommen recht nass am Auto an und verteilen die Kleidung zum Trocknen im Auto. Das sind die nervigen Campingmomente. Wir freuen uns aber über die Tatsache, dass das in zwei Wochen der erste verregnete Tag ist. So muss man es sehen, ändern kann man es ja sowieso nicht.

Ab ins Bett mit Baby – und uns, weil wir sowieso müde sind und Herr W. eine wunderbare Migräneattacke hat.

Die Reiseplanung hat ergeben: wir haben genug Luft, um noch eine Nacht zu bleiben, also müssen wir auch keinen Wecker stellen.

Ein unspektakulärer Tag, aber schön auf seine Weise.

Kilometer heute: 161

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