Tag 25: Hardangervidda

Wow. Das beschreibt den heutigen Tag am besten.

Im Marketing sagt man „Bild schlägt Text“. Und in diesem Sinne wird der heutige Blogbeitrag eher bilderlastig. Denn die heutigen Eindrücke lassen sich sowieso nicht ausreichend in Worte fassen.

Aber ganz von vorne:

Heute (zur Abwechslung mal) später losgekommen als geplant. Bei 8 Grad und Nieselregen. Es ging wieder auf die E7, unser Tagesziel irgendein Campingplatz hinter dem Hardangervidda Nationalpark, durch den es heute gehen soll.

Recht bald verändert sich die Landschaft, es wird steiniger und verschneiter. Moment mal, ist der riesige See dort zugefroren? Tatsache.

Wie man sieht: wir haben riesiges Glück und der Himmel reißt auf. Auf der Suche nach einer Toilette entdeckt Herr W. einen großen Parkplatz, auf dem auch schon Touri-Busse stehen. Da gibt’s bestimmt eine! Und Moment mal… wir wollten doch auch noch einen berühmten Wasserfall anfahren… könnte der zufällig hier sein? Jap, das passt ja perfekt. Wollten sowieso mal die kleinen Füße aus dem Sitz holen, dann machen wir hier den Spaziergang!

Der Wasserfall – nein… die Wasserfälle – sind beeindruckend: durch die Schneeschmelze rauschen hier unglaubliche Wassermassen runter und die Aussichtsplattformen über dem Abgrund lassen einen irren Blick in die Tiefe zu. Ich habe ja echt keine Höhenangst, aber da wurde sogar mir ein wenig übel. Auf den Bildern kommt das sicher nicht annähernd rüber.

Wir müssen weiter, es ist schon halb 5 und wir brauchen noch einen Campingplatz. Schnell ist er rausgesucht: ein kleiner Platz direkt am Eidfjord, nur 15 Minuten entfernt.

Auf dem Weg dorthin kommen wir durch mehrere Tunnel, die aus dem Gebirge herausführen. Man merkt, man lässt viele Höhenmeter hinter sich. Und nach dem letzten Tunnel ist plötzlich etwas anders… es ist wieder Frühling! Hier blüht alles, die Vegetation sieht generell wieder ganz anders aus. Abgefahren…

Wir erreichen unser Ziel: Ein absoluter Traumplatz, wir stehen mit direktem Blick auf den Fjord:

Zum ersten Mal ist es warm genug, dass die kleinen Füße draußen im kleinen Sonnenzelt liegen können. Naja liegen… es wird eher fröhlich vor sich hingedreht. Die Technik muss ja jetzt verfeinert werden!

Als es zu frisch wird (die Sonne verschwindet gegen 18:30 hinter dem Berg), gehen wir rein. Herr W. kocht Pasta, die kleinen Füße liegen beim Essen im Arm – ablegen geht gerade zeitweise nicht. Ziemliche Herausforderung für Herrn W., der irgendwie Nudeln kleckerfrei (immerhin hat das Baby gerade einen frischen Body angezogen bekommen!) in den Mund zu bugsieren und gleichzeitig kleinen Händen auszuweichen, die immer zielsicherer nach allem greifen, was in Reichweite (oder auch nicht) ist.

Jetzt aber ab ins Bett mit kleinen müden Füßen und Pläne schmieden für morgen.

Jetzt ist es doch ganz schön viel Text geworden, merke ich gerade…

Kilometer heute gefahren: 86

Die Wochenbilanz an gelaufenen Kilometern:

4 große Füße: ca. 58

2 kleine Füße: 0, dafür aber ca. 30 Drehungen!

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