Tag 27: von Eidfjord nach Flåm

Etappenziel heute: ein Campingplatz in der Nähe von Borgund, wo wir eine der berühmten Stabkirchen besuchen wollen. Wir schaffen es tatsächlich genau nicht dahin.

Aber von vorne: wir starten unseren Tag wie immer: aufwachen, Füße zum Himmel (ja, nur die kleinen Füße), gut drauf sein und Frühstück. Heute drinnen, da Herr W. gestern schon alles rein- und verräumt hat. Er will ja zeitig los. Sehr gutgläubig von ihm.

Während dem Frühstück schlafen die kleinen Füße auf dem Bauch – da sie momentan schlechter schlafen, wird das auch zu Hause einen Versuch wert sein.

Nach dem Frühstück machen sich die kleinen Füße mit Herrn W. auf den Weg runter an den Fjord. Ruhe tanken, bevor es los geht.

Um 11:45 Uhr geht’s dann auch los. In dem Ort in dem wir gestern eingekauft haben, ist diesmal ein Hochaus mit dazugekommen.

Beeindruckend. Aber wie schon mal erwähnt, nichts für uns.

Wir fahren weiter und kommen auf eine „kleine“ Brücke über den Fjord (Hardangerbrua).

Und vorher durch einen Kreisverkehr. Im Tunnel! Sieht schon imposant aus. Überhaupt wird das heute ein tunneliger Tag.

Danach dümpeln wir vor uns hin. Die Landschaft ist bergig, schroff, viele Wasserfälle von der Schneeschmelze her, Schnee, grün und grau zugleich. Kurz: sehr abwechslungsreich.

Wir haben dann einen Stopp bei einem Wohnmobilhändler. Wollen einen „Rainguard“ für unser Auto. Ihr wollt wissen was das ist? Gerne: eine Gummilippe, die zwischen Auto und Markise kommt, damit es bei offener Tür bei Regen nicht reinregnet. Ist bei Nuggets kein Standard. Und zählt auch nicht zu Luxus, weil bei Regen sich die Lücke wie ein Trichter verhält. Da wird es dann richtig nass im Auto.

Die Menschen beim Händler sind sehr nett und finden auch direkt eine Lösung – nach lustigem Zuschneiden und kleben. Läuft.

Danach fahren wir weiter und kommen an einem imposanten, mehrstufigen Wasserfall vorbei. Und das direkt danach kommende Tal mit den Steiklippen ist auch wundervoll.

Und es kommt ein Tunnel nach dem anderen. Der längste, mit knapp über 11 km sieht frisch gegraben und nicht fertig aus. Man hat das Gefühl, er wäre erst gestern in den Berg geklöppelt worden – die Fahrbahn fühlt sich nicht sonderlich gut geteert an. Zum Glück schlafen die kleinen Füße, denn normalerweise werden in jedem Tunnel die Augen weit aufgerissen. Die wären bei 11 Kilometern ganz schön trocken geworden.

Wir beschließen, dass wir nicht weiterfahren werden. Wir wollen essen, uns bewegen, die kleinen Füße aus dem Kiddy (das ist eine Autobabyschale – und für so ein Vorhaben ideal) befreien und nicht den ganzen Tag mit Fahren verbringen.

Also suche ich einen Platz in der Nähe raus, wir haben wie meistens sehr wenige Nachbarn.

Es wird noch nach Flåm ins „Zentrum“ rüberspaziert. Im Prinzip besteht der Ort aus dem Hafen, dem Bahnhof und ein paar sehr touristischen Läden und Restaurants. Klar, denn die Fähre hier fährt den wunderschönen Aurlandsfjord entlang und jede Menge Busse spucken hier permanent Massen von Touristen aus. Dank der Nebensaison hält es sich bei uns noch in Grenzen, in ein paar Wochen ist das hier sicher nicht mehr so gemütlich.

Wir shoppen ein paar Outdoor-Klamotten, holen uns Zimtschnecken in der Flåm Bakeri und schauen am Hafen von einer Bank aus ein paar Asiatinnen beim großen Posieren zu. Entspannt. Nun noch ein paar Lebensmittel einkaufen, ab zurück zum Auto und an den Grill. Herr W. zaubert in Parallelnutzung von Herdplatten drinnen (Brokkoli und Reis) und dem Grill draußen (Hähnchen und Knoblauchsauce) ein Wahnsinns Essen.

Morgen geht’s aber wirklich zur Stabkirche nach Borgund. Wahrscheinlich.

Kilometer heute: 141

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