Tag 47: der Sonne entgegen, aber erstmal Schnee

Gestern hatten wir eine gute Erklärung fürs lange Schlafen. Heute nicht. Es ist wieder 10 Uhr. Vielleicht weil wir nachts wegen des starken Regens wach waren? Morgens hat der Regen aufgehört. Jetzt schneit es. Das Thermometer sagt 4 Grad. Jetzt nervt es langsam doch ganz schön.

Wir frühstücken, um 12 Uhr geht’s los. Wir reservieren schon mal den Campingplatz in Gällivare, damit wir nachher entspannt ankommen können. Diesmal muss es wirklich ein Campingplatz sein, wir müssen abspülen, waschen, die kleinen Füße baden – und uns auch.

Es geht die E45 entlang. Sie ist auch bekannt als Inlandsvägen und wurde uns im Reiseführer als schöne Strecke angepriesen. Vielleicht fahren wir das falsche Teilstück, aber wir finden sie recht fad. Es geht immer durch Wald – mal mehr und mal weniger dicht. Ich starre von der Rückbank aus in den Wald, bilde mir mittlerweile schon überall Elche ein. Ab und zu taucht Wasser auf. Uns dämmert, dass wir durch Norwegen irgendwie schon zu verwöhnt sind, was die Abwechslung und die Extreme der Landschaft angeht. Aber abwarten, wir sind ja erst seit gestern hier. Jetzt geht es erstmal weiter Richtung Küste, allerdings bald auch noch über die E10, denn so kommen wir schneller voran. Das Wetter soll sich allgemein in ein paar Tagen bessern, über 20 Grad sind dann drin. Wir brauchen ja keine Temperaturen über 30 Grad, aber man kann bei 6 Grad und Regen einfach nicht viel draußen sein und das fehlt uns. Laut der Wetter-App soll es von 2 Uhr nachts bis 8 Uhr morgens hier sonnig werden. Könnte man ja fast witzig finden…

Gegen 16 Uhr füllen wir im Supermarkt unsere Vorräte wieder auf, kaufen eine klappbare Babywanne, damit wir endlich autark sind was das Baden der kleinen Füße angeht. In Dänemark gab es fast überall Babywannen, seit Norwegen war das eher die Ausnahme. Heute wurde ich beim telefonischen Erkundigen von der Campingplatzdame sogar etwas ausgelacht bzw. klang sie zumindest belustigt.

Heute gibt es eine asiatische Reispfanne mit viel Gemüse, wir kochen sie in der Küche des Campingplatzes, weil bei diesem Essen unser Mitty immer die gesamte Nacht riecht wie ein China-Imbiss. Während des Kochens kommen wir mit – wie soll es auch anders sein – anderen Deutschen ins Gespräch (überhaupt sind bis auf auf zwei Mädels NUR Deutsche in der Küche), die seit wenigen Tagen unterwegs sind und übermorgen am Nordkapp sein wollen. Das sind noch 700km. Am 24. müssen sie wieder zuhause sein. Wir merken wieder, was für ein Luxus unser riesiges Zeitfenster ist. Auch wenn wir mit Baby auch viel langsamer vorankommen als andere… wir haben dennoch soooo viel Zeit. Danke, liebe kleine Füße.

Wieder mal planen wir abends die weitere Route – bzw. versuchen es. Es kommt zum ersten Mal der Gedanke auf, sogar nochmal nach Norwegen zu fahren. Es wäre realistisch. Jetzt aber erstmal ans Meer und in die Sonne, dann sehen wir weiter.

Gegen Mitternacht kommt dann auch langsam die Sonne raus!

Zuhause in München gab es heute ein Riesen Unwetter mit Tischtennisball-großen Hagelkörnern. Zum Glück scheint bei unserer Wohnung alles ok zu sein. Unser Mitty passt nicht in die Garage – wir bräuchten jetzt ganz sicher eine neue Windschutzscheibe und ein neues Dachfenster. Glück gehabt.

Kilometer heute: 187

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s