Tag 49: wenig Kilometer, viel Sonne

Heute geht der Tag erstmal mit einem gehörigen Schreck los: wir wollen nach dem Frühstück gerade losfahren, da hören wir jemanden draußen rufen und an die Tür den Wohnmobils neben uns klopfen. Wir verlassen unseren Platz und sehen plötzlich den Grund des Aufruhrs: das übernächste Wohnmobil brennt! Die Flammen schlagen oben schon aus dem Dachfenster, vermutlich ein Unglück beim Kochen? Die Bewohner des Wohnmobils zwischen uns und dem brennenden Fahrzeug scheinen nicht da zu sein, daher steigt der Fahrer in das schon total verrauchte Fahrerhäuschen und fährt ein paar Meter vor, damit sein Nachbar nicht auch Feuer fängt. Wir warten in sicherer Entfernung, weil aktuell die Ausfahrt des Parkplatzes mit schwarzem Rauch zu ist. Dem armen Wohnmobilbesitzer bleibt nichts anderes übrig, als zuzusehen wie es Stück für Stück niederbrennt. Als erstes ist in rasendem Tempo der hintere Teil weg, am Schluss steht nur noch die Karosserie des Fahrerhauses – ohne Scheiben, ohne Reifen und ohne Innenleben. Ein trauriger Anblick, wir besprechen nochmal den Fall der Fälle – sollte mal bei uns was sein. Wir haben einen kleinen Feuerlöscher sowie eine Löschdecke. Und wie man sieht, nicht zu unrecht. Denn sonst kann aus einem Urlaubstag schnell mal sowas werden:

Den Schreck müssen wir erstmal abschütteln.

Wir fahren die E4 weiter. Eigentlich verläuft sie recht parallel zur Küste, aber man sieht davon rein gar nichts. Auch sonst gibt es keine landschaftlich schöne alternative Route, die man stattdessen nehmen könnte. Dann also weiter Schnellstraße und dafür so schön wie möglich übernachten. Herr W. sucht einen Parkplatz mitten im Bjuröklubb Naturreservat raus. Wir befürchten schon, auch hier auf frisch aufgestellte „No Camping“ Schilder zu treffen. Aber nein, es gibt keine und wir sind sogar die ersten!

Suchbild

Der Platz ist auf einer Lichtung im Wald, der Strand und das Meer blitzen aber durch die Bäume. Das schreit nach einem Spaziergang! Das Wetter ist ein Traum, gegen den kalten Wind muss man sich aber ein wenig einpacken. Wir treffen auf Rentier-Hinterlassenschaften, riesige Waldameisenhügel und ganz viel Stille. Der Wald ist noch gar nicht so lange im Frühling angekommen, das Grün ist noch richtig hell und die Luft hat noch ein wenig das Eisige vom Winter.

Die kleinen Füße haben heute im Auto nur wenig geschlafen, daher müssten sie jetzt in der Trage eigentlich den Spaziergang durchratzen. Aber Pustekuchen. Nach einem kurzen Nickerchen wird sich beschwert, dass man ja gar nichts sieht und dann anschließend aus der geöffneten Jacke herausgelugt.

Zurück im Mitty wird dann aber doch nochmal ein Nickerchen gemacht – gegen die Müdigkeit kommen auch die neugierigsten kleinen Füße nicht an. So lange muss Herr W. noch warten, denn er steht schon in den Startlöchern zum Grillen. Das Geklapper in der Küche vermeiden wir aber lieber noch.

Sobald die Augen aufgehen geht’s aber los und es gibt eine halbe Stunde später (Käse!)-Grillwurst mit griechischem Salat und Pimientos de Padron.

Damit im Bauch schläft es sich sehr gut – zumindest ab ca. 22 Uhr, denn das ist momentan die Zeit, die die die kleinen Füße zu ihrer angemessenen Schlafzeit auserkoren haben.

Ein wenig Tourenplanung: morgen und übermorgen soll das Wetter schlechter werden, also geht’s ins Fjällräven Outlet, das ohnehin auf unserem Weg liegt. Wie praktisch!

Kilometer heute: 137

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