Tag 64: von lang zu kurz

Heute Nacht lief die Standheizung mal wieder durch. Es waren auch mal nur fünf Grad Celsius. Frisch, aber schön! Das erste Aufwachen ist irgendwie um fünf Uhr rum. Es wird gedreht, gelacht (diese kleinen Füße sind so gut drauf – da will man selbst nicht schlafen, so schön ist das!) und dann weitergeschlafen. Bis kurz nach neun Uhr. Kurzer Blick raus: ja, können aufstehen.

Kurz mal rausschauen ist aber noch nicht möglich – wir werden beobachtet.

Es gibt Frühstück (einfach nur Brot ohne Sirup, sorry Schweden). Es wird abgespült und dann spazieren wir von unserem Schlafplatz einen Weg entlang. Die Aussicht: Bilder sagen mehr als Worte:

Nachdem wir wieder bei Mitty angekommen sind, überlegen wir, ob wir bleiben oder einen neuen Stellplatz ansteuern sollen. Ein Problem: unsere Batterien müssten mal wieder geladen werden. Entweder einige Kilometer fahren oder auf einen Campingplatz. Wir beschließen um die 50 Kilometer zu fahren. Sollte reichen.

Wir fahren los, es geht auf und ab und wir fahren und fahren.

Und irgendwie passt alles oder es passt nichts. Entweder gibt es keinen Platz wegen zu dichtem Hausbau, oder wir wollen nicht, wegen Mücken.

Tja, und auf einmal sind wir bei unserem nächsten Etappenziel, welches wir eigentlich erst morgen erreichen wollten: Telemark. So. Und nun? Stellplätze werden immer weniger (sehr touristisch, deswegen sind viele Plätze als „Privat“ markiert). Es ist nach 18 Uhr, die kleinen Füße haben sehr gut mitgemacht, aber so langsam reicht es. Aber es gibt hier einen Campingplatz. Wir steuern diesen an. Irgendwie ist er witzig. Es ist (immer noch) keine Saison und wir können uns hinstellen, wo wir wollen.

Es gibt heute einen Eintopf (Rezept ist von den anderen sechs Füßen im Nugget). Sehr lecker. Und auf einmal ist es 20:30 Uhr. Ach ja, und es sind 20 Grad. Ich brauche also dringend eine kurze Hose. Und alle Fenster müssen auf. Auch heute Nacht. Wie schnell sich doch so was ändert. Wir sind in den Bergen mit Schnee und wenig Bewuchs gestartet. Und angekommen sind wir im absoluten Grün, Sonne und mildem Klima. Genau deswegen sind wir nach Norwegen zurückgefahren. Es ist so abwechslungsreich. Und dennoch begleitet uns die Schroffheit der Berge. Es ist einfach wunderbar und wir stellen uns nun die Frage: was nun? Nach unserer Planung wären wir durch die heutigen zuviel gefahrenen Kilometer übermorgen in Schweden. Zu früh. Also gilt es heute noch ein wenig weiterplanen.

Und wie steht es um die Entwicklung der kleinen Füße ? Sehr gut! Sie freut sich jeden Morgen uns zu sehen. Auch wenn einer von uns mal weg ist und wieder in ihr Blickfeld kommt, freut sie sich und lacht uns an. Und sie streckt die Arme nach uns aus. Kann sie das schon bewusst in ihrem Alter steuern? Egal. Ist halt einfach total niedlich. Wir freuen uns jeden Augenblick, den wir miteinander verbringen dürfen!

Jetzt ist es kurz vor elf. Habe eben die Wäsche aufgehängt und werde gleich noch Geschirr abspülen. Irgendwie wurde heute alles später…

Kilometer heute: ungeplante 179

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