Tag 71: von (nicht) küssenden Brücken und unscheinbaren Meerjungfrauen

Heute werden wir früher wach – um halb 8 – und wir schlafen tatsächlich NICHT nochmal ein! Und noch etwas Neues kommt dazu: es gibt Milchreis zum Frühstück. Beste Voraussetzungen für einen Tag in Kopenhagen. Der Wetterbericht sagt ab ca. 15 Uhr viel Regen voraus, davor nur immer phasenweise. Also los zur Bahn und ab ins Zentrum von Kopenhagen. Wir laufen vom Hauptbahnhof Richtung Fußgängerzone „Strøget“ und wollen dann zum Hafen. Zur Mittagszeit kommt aber erstmal ein Hüngerchen auf – sowohl bei uns als auch bei den kleinen Füßen – deshalb gibt’s Pizza und Salat für Herrn W., Carpaccio und Salat für Frau W. und das übliche Menü für die kleinen Füße. Letztere sitzen interessiert abwechselnd auf unserem Schoß und werden erst gegen Ende des Essens ungeduldig – das geht mittlerweile wirklich deutlich entspannter als noch zu Beginn unserer Reise.

Achja, die kleinen Füße haben heute übrigens auch kleine Schuhe an.

Dann folgt noch der obligatorische Stopp an der Eisdiele, um Guf zu essen. Das Eis ist auch sehr lecker, aber eigentlich geht’s mir wirklich ums Guf. Leider ist es diesmal das mit Erdbeeraroma, das kann leider nicht mit dem klassischen weißen mithalten. Die Eisdiele hat mich jede Menge anderer fieser Leckereien, wie zum Beispiel Waffeln am Stiel oder auch Churros mit Eis:

Am Hafen entdecken wir Bootsrundfahrten uns wollen schon direkt mitfahren, zum Glück fährt uns aber gerade eins vor der Nase weg. Warum zum Glück? Weil wir so ein Stück weiter einen viel besseren Anbieter finden: „Hey Captain“ hat nur ganz kleine Boote mit maximal 12 Leuten und ist mit 25 Euro pro Person für eine Stunde jetzt auch nicht exorbitant teuer. Die Tour ist wirklich lustig, der Guide (und gleichzeitig Kapitän) kommt aus Wales und erzählt einige Anekdoten, wie zum Beispiel über die „Kissing Bridge„, die so heißt, weil sie sich in der Mitte trennt, wenn ein Schiff durchfährt, um sich danach wieder zu schließen, also zu küssen. Der Bau hat zwei Jahre länger gedauert als geplant, weil sich die beiden Hälften nach der ersten „Fertigstellung“ nicht geküsst haben – denn leider wurde sich wohl verrechnet. Die Firma ging dann pleite (und hat sich stattdessen am BER beteiligt?) und eine neue hat übernommen.

Außerdem erzählt er vom „Oopsie Boat“. Das ursprünglich amerikanische Militärschiff bekam seinen Namen, als es bei einer Testfahrt der Dänischen Marine ungewollt eine Rakete abschoss, die 34 Kilometer flog und dort eine Reihe von Sommerhäusern in Schutt und Asche legte. Glücklicherweise war Winter und die Häuser somit unbewohnt. Die kleinen Füße sind auch bei der Bootstour wieder super entspannt und werden dann – wie es sich für ein Profi-Reisebaby gehört – noch auf dem Boot gewickelt.

Wenn man in Kopenhagen ist, muss man natürlich auch bei der kleinen Meerjungfrau vorbeischauen. Sie gehört eindeutig zu den überbewerten Touristenattraktionen, sie ist aber glücklicherweise mit einem kleinen Spaziergang erreichbar und somit nimmt man sie natürlich mit.

Und es lohnt sich auch alleine deswegen, weil man so wunderbar die Touristen beobachten kann, die alle paar Minuten aus anhaltenden Reisebussen springen, zur Meerjungfrau laufen, schnell Fotos schießen und dann wieder im Bus verschwinden.

Die Hafengegend ist wirklich schön und erinnert an Amsterdam.

Eigentlich wollen wir noch in das Hippie Viertel Christiania, genau da fängt es aber an echt stark zu regnen und wir haben so langsam dann doch genug. Die kleinen Füße müssten demnächst sowieso wieder Hunger bekommen und der Wind bläst mittlerweile auch ganz schön ungemütlich. Also ab nachhause zu Mitty und eine große Portion Pasta Pomodoro in den Bauch! Standheizung läuft heute auch nach langer Zeit mal wieder, denn es hat sich auf 13 Grad abgekühlt.

Und schon ist er rum, unser letzter Tag in Skandinavien. Morgen geht’s nach good old Germany zu unseren Freunden nach Kiel!

Gefahrene Kilometer heute: 0

Gelaufene Kilometer heute: 11

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