Von Bergen, Pässen und Gletschern

Hach ist das schön… diese Ruhe beim Aufwachen. Die Nacht war gut, der Tag beginnt mit Baked Beans und Spiegeleiern und wir bekommen von unseren Schweizer Stellplatz-Nachbarn ein paar Tipps zu schönen Strecken und Campingplätzen. Einen in Disentis wollen wir mal anfahren, telefonisch erreicht man niemanden. Dauernd ist besetzt… das ist eher ein schlechtes Zeichen. Aber wir gucken mal.

Als das ältere Paar mit dem gepunkteten Wohnwagen losfahren will, schaut der Mann nochmal auf den Boden und hebt etwas blaues vom Boden auf und klebt es wieder an mit den Worten „mir haben ein Pünktli verloren!“. Schwizerdütsch ist toll.

Wir fahren also los. Der andere Platz ist nicht so weit entfernt. Die Strecke ist schön aber unspektakulär. Und am empfohlenen Campingplatz angekommen stellen wir fest: voll.

Also auf zum nächsten (wir rufen auch hier wieder an) – da ist noch was frei. Es handelt sich um einen unparzellierten Campingplatz, heißt, wir können uns einen Platz aussuchen. Aufschließen, aber bitte nicht zu nah. Wir finden einen schönen Platz, lassen unsere Stühle da (typisch deutsch?!) und fahren Lebensmittel einkaufen. Abends wird es Wraps geben.

Am Abend stellen wir fest, dass die Paprika nicht mehr gut ist. Frau W. fragt oben an der Rezeption nach. Naja, sie kommt mit was orange Farbenem wieder. Flüssig. Dann eben Spritz.

Der Platz ist richtig, richtig schön. Super Spielmöglichkeiten für Kinder, tolles Bergpanorama in allen Richtungen, super liebe Betreiber. Daher werden wir wohl gleich drei Nächte bleiben.

Der Sternenhimmel beim nächtlichen Toilettengang ist der Wahnsinn. Das versöhnt einen ganz gut mit der Tatsache, dass man aus dem kuscheligen Bett raus und ins Freie muss.

Am nächsten Tag wird die Kraxe ausgiebig getestet. Ein und aussteigen. Verschlüsse schließen und öffnen. Immer wieder. Ach ja, natürlich von den kleinen Füßen. Wir sind ja nur zum Tragen da. Das klappt auch sehr gut und den kleinen Füßen gefällt es. Wir machen eine Mini Wanderung und sehen Esel, Schafe und Kühe, was für begeisterte Ausrufe sorgt. Wieder am Campingplatz unten angekommen wirken die kleinen Füße so, als könnten sie es noch ein bisschen in der Sänfte aushalten. Wir machen also noch einen Abstecher hoch und Örtchen. Die Pasta am Abend haben wir uns definitiv verdient.

Am nächsten Tag gehts in den Ort – SIM Karte für die Schweiz kaufen. Dieses nicht vorhandene Roaming ist nicht wirklich zeitgemäß. Da wir am Bahnhof parken, schauen sich die kleinen Füße die Züge an. Und sind begeistert! Es ist so schön zu sehen, wie sie sich über die vielen Eindrücke freut.

Am Nachmittag wollen wir wandern. Tja. Der ausgiebige Mittagsschlaf macht uns da einen Strich durch die Rechnung. Also nur zum aufgestauten Fluss. Reicht ja auch. Am Abend gibt es Burger und Bier. Toll! Wir verlängern noch um eine Nacht. Hier ist es echt schön!

Heute geht es weiter: dabei sind drei Pässe angesagt: Oberalp, Furka und Grimsel.

Bevor wir aufbrechen sind die kleinen Füße nicht so cool drauf. Schlafen dann aber ziemlich schnell ein. Und verpassen eine wahnsinnig tolle Sicht – genau deswegen sind wir hier!

Rhone Gletscher, bzw. seine Schneise

Natürlich darf am Furkapass ein Foto vom Belverdere nicht fehlen.

Wir machen eine Mittagspause – die kleinen Füße sind bisher sehr entspannt gewesen. Oder geht es dem Magen nicht so gut? Ach, wird schon…

Hier treffen wir einen Mann, der sich noch daran erinnern kann, wie der Rhone Gletscher (ganz oben links am Berg) noch unten im Tal war. Da kommen ihm jetzt die Tränen, sagt er.

Es geht weiter Richtung neuen Campingplatz, dabei führt unser Weg über den Grimselpass. Wow, sowas haben wir nicht erwartet. Die Gesteinsformationen sehen ganz anders aus als sonst bisher. Wir halten einmal kurz für Fotos und beschließen, hier auf jeden Fall nochmal herzukommen .

Am Campingplatz wird erstmal gedöst. Um 16 Uhr ist die Rezeption wieder besetzt. Es wird gedöst, dann der Platz erkundet, gespielt und gerutscht. Anschließend Pizza essen und nochmal Platz erkunden und spielen. Und alle fallen müde ins Bett…

2 Gedanken zu “Von Bergen, Pässen und Gletschern

  1. Pünktli – herrlich!
    Wenn Hanne irgendwann auch für Payback CH zuständig ist weiß ich, dass es Payback Pünktli heißen wird 😉

    Liken

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