Kurven, Regen und See

Wir werden heute ganz entspannt machen. Wobei, eigentlich ist das unsere Devise für die gesamte Zeit?!

Heute wird Wäsche gewaschen (5 Franken), aufgehängt und ein wenig zu den Kühen gewandert. Die Kraxe ist sehr beliebt bei den kleinen Füßen. Vor allem sind die Schnallen interessant: zumachen ist so eine tolle Beschäftigung – wenn Mama und Papa nur mal mit dem wieder aufmachen schneller wären…

Am Abend gibt es Pasta Emiliana und das war auch schon der Tag.

Der nächste Tag ist der 1. August – Nationalfeiertag in der Schweiz. Da wir vom letzten Nationalfeiertag in Norwegen schon eine Flgge haben, wollen wir das hier auch machen. Also los zum einkaufen – der nächste Ort ist ja nur circa 30 Minuten entfernt… Wir bekommen auch alles – am Abend grillen wir noch mit sehr netten Schweizern und den insgesamt sechs kleinen Füßen zusammen. Haben uns sehr gefreut, als uns die beiden wegen gemeinsamem grillen gefragt haben. Der Kontakt ist am ersten Tag entstanden, als unsere zwei kleinen Füße den vier kleinen Schweizer Füßen ihre Snacktüte angeboten haben. Gute Strategie!
Auf dem Rückweg vom einkaufen wird Adblue getankt und dem heftigen Regen zugeschaut. Endlich wird Mitty auch ein wenig sauber!
Frau W. hat währenddessen noch eine Idee aufgetan, da wir direkt dran vorbei fahren: der kleinste Ort der Schweiz, Rosenlaui und die gleichnamige Schlucht! Wir fahren erstmal an der Abzweigung vorbei, wenden bei einer Kehre und dann fängt eine kleine Reise an.
Es führt eine kleine, enge und sehr steile Straße nach oben. Immer weiter. Und auf einmal fahren wir auf einen Gletscher zu und haben einfach eine tolle Aussicht auf Berge! Das ist so schön. Und von uns daheim auch so nah – quasi vor der Haustür! Diese Tour hat sich jetzt schon gelohnt!
Oben angekommen gibt es Mittagessen für die kleinen Füße und dann geht es in die Schlucht. Es ist sehr laut und ich muss dann doch schneller durchgehen, da ich die kleinen Füße in der Trage habe. Das Tosen des Flusses in der Schlucht, das Wasser aus allen Richtungen, die plötzliche Kälte und die engen Gänge können einem schon Angst machen.

Zum Glück hatten wir uns heute gegen die Kraxe entschieden, denn das wäre zu eng geworden.
Die Schlucht an sich ist einen Besuch wert.
Als wir rauskommen fängt es das tröpfeln an. Und es wird mehr und mehr. Naja, der Abstieg wird dann auch immer schneller und nasser… Geht aber.
Am Mitty angekommen machen wir uns fahrbereit und Hui, wieder zurück zum Platz.

Für manche kleinen Füße wurde es vielleicht zu kurvig. Sie hat sich bis jetzt nur einmal nach einer Autofahrt übergeben. Bis jetzt… zum Glück wird das meiste aufgefangen und danach geht’s den kleinen Füßen auch für die restliche Autofahrt besser.
Am Platz hört es auch so langsam mit dem Regen auf. Da kam echt was runter! Wir grillen mit den anderen und haben einen tollen Abend! Inklusive Schweizer Bengalo (in rot und weiß) zur Feier des Tages.

Am nächsten Tag geht es weiter nach Luzern. Es soll die nächsten zwei Tage regnen und da ist Stadt nicht verkehrt. Und Luzern war die einzige Szadt, die auf unserer „anschauen“ Liste stand.
Dort fahren wir als erstes einen TCS Campingplatz an. Der ist voll und auch nicht so schön. Wir rufen beim zweiten an und dort gibt es freie Plätze. Also los. Wir nehmen wieder einen Platz in der Nähe vom Waschhaus. Eine weise Entscheidung. Am Abend gibt es Wraps, begleitet von Regen. Dieser Regen wird zu einem Monsun. Ja, Mitty ist dicht, die Markise ein Segen und bei offener Tür sitzen und raus schauen und dem Regen lauschen einfach toll.

Am nächsten Tag regnet es erstmal nicht und wir laufen am See in die Luzerner Innenstadt. Leider haben wir den Schirm vergessen. Jetzt haben wir noch einen. Es hat das Regnen angefangen und unsere Ponchos haben kein Sichtfenster für die kleinen Füße – die Kraxe wäre hièr vielleicht besser gewesen. Frau W. kauft eine  neuen Schirm für den Preis von vier, während die kleinen Füße und ich uns untergestellt haben (ich trage ja, deswegen kann ich „leider“ nicht los ;-).
Frau W. kommt mit einem Schweizer Schirm wieder. Also rot und mit Kreuzen drauf. Ok, irgendwie witzig und auch passend.
Wir suchen uns ein Restaurant, weil es ja nicht nur regnen soll. Wird ein Italiener. Mit sehr netten Personal. Es wird  mit den kleinen Füßen geshakert und herum gealbert.  Das ist wunderbar! Wir schauen uns dann noch weiter Luzern an, aber die kleinen Füße sind nicht ganz so gut drauf. Ist ja auch das erste Mal selber laufen in einer Innenstadt. Da darf man dann auch mal überfordert sein.
Wir fahren mit dem Schiff zurück und essen ausnahmsweise mal im Mitty (Pasta). Es regnet ja immer noch…
Am nächsten Morgen regnet es auch, soll aber ab 13 Uhr überall aufhören. Wir packen alles zusammen und fahren gegen 11 Uhr los. Ziel ist der Blausee. Auf dem Weg versucht Frau W. Campingplätze anzurufen. Alle sind bis Ende der Woche ausgebucht. Also Planänderung und wir fahren  nach Interlaken. Dort gibt es einen Platz mit Kapazität und direkt am See. Also gut. Kurz vor Ankunft haben wir ein Bild, welches auch aus Norwegen stammen könnte. Berge, Wasser, Gletscher, enge Straßen und ein auf und ab. Wow. Das genieße ich gerade richtig. Am Platz buchen wir uns für zwei Nächte ein und suchen einen Platz weiter weg vom See aber mit viel Ruhe.

Auf der Toilette sehe ich einen Aufkleber und denke mir „ach, ein Känguru mit Boxhandschuhen“. Moment mal. Bei genauerer Betrachtung muss ich auflachen! Der Platz ist groß, fühlt sich aber nicht so an, da sich alles gut verteilt. Und wir auch weit weg vom Geschehen sind.
Am nächsten Tag scheint auch wieder die Sonne und wir wollen nach Interlaken. Vorher beschließen wir aber, dass wir die nächsten Tage mit knapp 30 Grad und Sonne hier verbringen werden. Geht ohne Probleme, da unsere Gästekarte eh länger ausgestellt ist und wir erst ausgebucht werden, wenn wir gezahlt haben. Praktisch. Also Wäsche waschen, ich habe noch ein geschäftliches Telefonat, später Mitagsschlaf der kleinen Füße und dann los nach Interlaken. Ist ein sehr netter Ort, gerade auch mit dem Blick auf den Eiger Gletscher. Am Abend wird gegrillt und für den nächsten Tag ist See, SUP und Pizza geplant.

In der Früh ist es bei uns so ruhig, dass Frau W. mich fragt, ob ich wirklich draußen Kaffee kochen will (unser Kocher bringt eine hohe Leistung, klingt aber auch wie eine Turbine). Will ich, denn es ist kurz vor neun Uhr! Das ist dann doch ok.
Nach dem Frühstück kommt das Ritual von den kleinen Füßen und mir: Sie rennt los und ich hinterher. Diesmal kommt sie aber sofort zurück und will mit der Kraxe getragen werden. Ok, dann machen wir das eben. Sie will dann aber auch raus und das Ritual geht seinen normalen Gang. Als wir zurückkommen, hat Frau W. aufgeräumt und abgespült. Es wird noch ein wenig gespielt und nach dem Mittagsschlaf geht es zum See.
SUP mit Berg- und Gletschersicht hat was! Und sogar die kleinen Füße kommen mit aufs SUP. Zu dritt natürlich und nicht weit raus. Dennoch ein Highlight für uns alle!


Wir beschließen Pizza direkt am See zu essen. 
Danach geht es nochmal aufs Wasser, dann zurück zum Mitty und alle zum duschen.
Anschließend eine Abendspazierrunde. Die kleinen Füße bestimmen wo es lang geht. Eine Viertelstunde beim Tischtennis zuschauen? Ja, klingt spannender als es ist. Gegen neun ist das dann aber doch zu anstrengend und es geht ins Bett. Und ich komme mal wieder zum Schreiben!

Morgen geht es auch wieder an den See, aufs SUP und wahrscheinlich auch zum Gletscher. Wir werden sehen…

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